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SATOWER NARRENBLATT

22.08.2006
Danzig/Satowia/SN.

Der tiefe Fall des großen Zeigefingers
Dunkles auch in SN-Redaktion gefunden

Es hat die frisch erstarkte deutsche Nation bis ins Mark getroffen. Ihr personifiziertes Gewissen, der Moralapostel der Nachkriegsgesellschaft hat selber ordentlich Dreck am Stecken. Und er hat vergessen es zu erwähnen. Dabei war er selten still. Gefragt oder nicht, kompetent oder eben auch nicht, meldete er sich stets zu Wort, wenn es darum ging, anderen ihre Vergangenheit vorzuwerfen. Da traf es dann schon mal das ganze deutsche Volk und gelegentlich auch noch den Rest der Welt.
War er deshalb so streng mit allen übrigen, weil er mit sich selbst so viel Nachsicht hatte? Quasi eine Art projizierte Selbstgeißelung? Wer weiß!
Rechtzeitig zum Erscheinen des ersten Teils seiner »Erinnerungen« fiel ihm jedenfalls die unangenehme Geschichte mit der Waffen-SS wieder ein. Wir warten gespannt auf das, was uns Teil 2 der Memoiren des Mahners offenbart.

Dunkel ist aber nicht nur die Vergangenheit des GGG, auch in unserer Redaktion gibt es Mitarbeiter, die auf ein Leben vor der Demokratie verweisen können. Der Autor selbst hat früher an sogenannten »Maidemonstrationen« teilgenommen und dabei - wenn auch verschämt unter einer Jacke - die Uniform der Diktatur getragen.
»In Teil 1 meiner Autobiographie werde ich ausführlich auf meine Mitgliedschaften in der Pionierorganisation und der FDJ eingehen. Im zweiten Teil werden mir dann DSF und GST wieder einfallen. Daß ich auch Mitglied im SKV bin, werde ich erst im letzten Buch der Trilogie offenbaren«, gestand der Autor im SN-Interview. Bis dahin will er weiter jedem alles vorwerfen: »Das ist meine Art der Vergangenheitsbewältigung. Da halte ich es wie der Günter.«
ski


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