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25.10.2004
Babel/SN.

Taugenichtse veräppeln Habenichtse
Sprachpanscher küren schönstes deutsches Wort

Die Sprachexperten unserer geliebten Heimat haben sich schon wieder über den Willen des Volkes hinweggesetzt. Nicht den Favoriten »Liebe« haben sie zum schönsten deutschen Wort gekürt, sondern »Habseligkeiten«. Weil die Begründung so wundervoll war. Der Sieger hätte also ebenso gut »Kackwurst«, »Pampelmuse« oder »Sozialschmarotzer« heißen können. Aber leider waren die Plädoyers für die Vorschläge der SN-Redaktion nicht so ergreifend.
Einzig »Rhabarbermarmelade« hat es noch auf Platz 5 geschafft.

Da war das gehässige »Damit kann ich meinen Mann prima ärgern - er ist allergisch gegen Rhabarber« unserer Gartenredakteurin Erika Krause offenbar nicht so verkehrt, wie wir männlichen Kollegen geglaubt hatten.

Und letztlich ist »Habseligkeiten« auch gar nicht so übel. Dank »Arbeitsplatzverlagerung« und - nein, ich spreche es nicht aus - dem H-Wort wird es zumindest in Zukunft häufiger auftauchen. So liest man im ALG-II-Antrag auf Seite 432: »Listen Sie all Ihre Habseligkeiten auf (einschl. letztes Hemd).«

Eine kluge und zeitgemäße Wahl der Sprachexperten!
Und so trendy. Fast so hip wie die Rechtschreibreform.
Gott hab sie selig.
ski


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Oktober 2004
Taugenichtse veräppeln Habenichtse
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