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26.11.2004
Ozeanien/Satowia/SN.

Big Brother is f*****g you
Bankgeheimnis hat ausgeplaudert

Erich Mielke rotiert vor Freude im Grab. Am 1. April (!) ist das Bankgeheimnis Geschichte. Dann dürfen Finanz-, Sozial- und Arbeitsämter unsere monetären Verhältnisse nach Lust und Laune durchstöbern. Dazu sind weder Anfangsverdacht noch eine richterliche Genehmigung vonnöten. Es kommt noch besser: Der Betroffene erfährt davon nix.
Unter dem Vorwand, Steuerhinterziehung bekämpfen zu wollen, können die staatlichen Organe bei der Frankfurter Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) jederzeit abfragen, wer wo Geld liegen hat. Daß diese gigantische Überwachungsschnittstelle letztlich von den Bankkunden bezahlt wird, bedarf keiner Erwähnung mehr, oder?
Die vollständige Kontrolle des bargeldlosen Verkehrs wäre also gesichert. Aber was ist mit den Scheinen, die in manch dunkler Ecke den Besitzer wechseln? Auch daran wurde gedacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft derzeit die Ausstattung der Euro-Banknoten mit Daten-Chips. Das Zauberwort heißt »Radio-Frequency Identification« (RFID). Diese winzigen Chips kann man praktisch überall implantieren. Die wissensdurstigen US-Amerikaner haben dies sogar schon bei Menschen durchgeführt. Gerüchten zufolge soll George W. Bush die neu gewonnene Fähigkeit, »Good morning« weitgehend fehlerlos auszusprechen, einem kleinen Sprachchip verdanken, der ihm mit Hilfe einer Brezel...

Die Überwachung der finanziellen Transaktionen hat bei der Satower Finanzoligarchie eine lange Tradition. Schon zu finstersten und bettelarmen DDR-Zeiten pflegte man in der »Sparkasse« einen recht laxen Umgang mit dem Thema Diskretion.
Unter Führung der Monetären Front wurde das System perfektioniert. »Abgesehen von ein paar unentdeckt gebliebenen Schmusereien auf Parkbänken hat es ein Bankgeheimnis bei uns nie gegeben. Wir machen jede Woche einen Aushang mit allen Kontendaten. Die Angaben zum Barvermögen erhalten wir von unseren Kunden. Sie lassen uns bereitwillig auch unter ihre Kopfkissen schauen«, läßt uns Imke Spanner vom Satower Kreditbank Verein e.V. (SKV) im exklusiven Interview wissen. »Und für besondere Fälle haben wir Spezialisten bei der Satower Folterbank (SFB)«, lächelt die promovierte Halsabschneiderin vielsagend.

SN meint: Die vielbeschworene Totalüberwachung kommt, daran ist nicht mehr zu rütteln. Aber das scheint kaum jemanden zu kümmern. Denn schon jetzt werden 26 Millionen Deutsche bei jedem Einkauf überwacht. Und das freiwillig und mit Freuden - dank »Payback«.
ski


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