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25.11.2009
Deutschland, einig Fußballand/Rostock/SN.

Zeter, Mordio und Schiebung
Hoyzer lebt!

Eine Sportart, die auf Johannes Kerner als Moderator zurückzugreifen gezwungen ist, sollte eigentlich schon genug gestraft sein. Der deutsche Fußball muß aber noch viel mehr aushalten. Jogi »Isch kanns halt net« Löw als Bundestrainer, Schweini quasi unter Schweinegrippedauerverdacht und die Bayern versauern irgendwo im Mittelfeld. Kein Wunder, daß der Tod des Nationaltorhüters Enke ein ganzes (Fußball)-Volk in tiefe Trauer gestürzt hat. Von so einer Beerdigung können der zukünftige Ex-Außenminister Westerwelle und die designierte Altkanzlerin Merkel nur träumen.

Ist der populärste Sport der Welt nur noch ein Spielball der Wettmafia?Und nun auch noch der Wettskandal. »Hoyzer Zwo« läßt die Kickernation erzittern. Tausende verschobene Spiele, Millionen betrogene Fans. Fast wie in der Politik, bloß mit Ball.
Die Liste der involvierten Spieler, Schiedsrichter und Ballholer ist lang, So lang, daß es einfacher ist, diejenigen aufzuzählen, die nicht beschissen haben. Diese ebenso geheime wie kurze Aufstellung liegt SN exklusiv vor. Auf ihr finden sich neben Günther Netzer, dem Kaiser und einigen wenigen Rechtgläubigen ausschließlich Namen von Funktionären und Spielern des FC Hansa Rostock.
Alle haben gemogelt, nur die Hanseaten nicht. Niemand hat ihnen geglaubt, wenn sie nach jedem Spiel, das sie unbedingt gewinnen wollten, winselten: »Der Schiri hat uns betrogen, alle sind gegen uns. Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg in die sechste Liga.«
Keines ihrer vielen Tore wurde jemals gewertet, die Treffer der Gegner hingegen zählten schon, wenn der Ball die Mittellinie überquert hatte. Sie durften auswärts immer nur zu zweit spielen, während die Gastgeber auch noch Freunde und Familie mit auf den Rasen bringen konnten. Man mischte gewalttätige Chaoten unter die friedlichen Fans von der Waterkant, um den Verein nicht nur sportlich, sondern auch finanziell zu ruinieren. Nach einhelliger Meinung unserer Experten vom Softeisstand am ehemaligen Autohaus in der ehemaligen Rostocker Straße wäre Hansa längst schon Rekordmeister, wenn sie nicht einen aussichtlosen Kampf gegen die Wettmafia hätten führen müssen.
Nicht nur wir fragen: »Wann sorgt endlich mal jemand für Ordnung in diesem verlodderten Staat? Warum kümmert sich Frau Leyen nicht um die wichtigen Dinge im Leben?« Es genügt nicht, viele kleine Nachwuchskicker in die Welt zu setzen, man muß ihnen auch beibringen, daß man nicht schummeln darf. Und wenn schon, dann bitte nur ein kleines bißchen.
ski


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