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Riesenschweinerei in Satow: SKV läßt die Sau 'raus

Satow/SN.
Nachdem die Narren des Satower Karneval-Vereins SATOWIA e. V. in den vergangenen Sessionen viele hochkarätige Jubiläen zum Motto ihres über die Grenzen Satows hinaus bekannten und beliebten Karnevals gewählt hatten, erinnert sei an 500 Jahre Amerika, 775 Jahre Satow, 25 Jahre SKV und 100 Jahre Kino, soll es dieses Mal so richtig locker, frei von der Leber ins Leben auf einen Bauernhof gehen.
Vizepräsident Bauer Lindemann hatte vor Freude nach der Verkündung des Mottos sogleich das Hohelied auf seine Lieblingskuh »Asta« angestimmt: »Muh, Muh, so macht die Kuh von Barcelona...« So konnten dann die Vorbereitungen des 27. Satower Karnevals unaufhaltsam ihren Lauf nehmen.
FuhrwerkDer Saisonauftakt am 11.11., 11 Uhr 11 begann auch zünftig mit einer Kremsertour durch Satow mit Endstation vor dem Amt, wo schon Bürgermeister Axel Matrisch zur Schlüsselübernahme bereitstand. Satows närrischer Nachwuchs hatte sich zu Hunderten vor dem Amtsgebäude versammelt und bereitete dem Elferrat ein närrisches Willkommen.
Dieser revanchierte sich mit einem Bonbonregen, bei dem es keinen der kleinen Narren mehr an seinem Platze halten konnte. Immer wieder reckten sich die Hände der Jecken zum Gefährt, das vom Kutscher Volker Prange nur schwer durch die ausgelassene Menge geführt werden konnte. Unter zünftiger Karnevalsmusik bestieg dann der Elferrat die Treppe vor dem Amtsgebäude. Ein Elferratsmitglied bemerkte scherzhaft: »Wie damals zum 1. Mai auf der Kreml-Mauer, aber da standen immer 16 statt 11.« Der Bürgermeister nahm das Wort und wünschte dem SKV eine erfolgreiche Karnevalssaison. Nach der Schlüsselübernahme richtete sich der Präsident an das närrische Volk und erklärte die 27. Satower Karnevalssaison mit den folgenden Versen für eröffnet:
»Ohne Karneval, oh glaubt mir das,
bleibt leer beim Bauern Scheun' und Faß.
Das ganze Jahr wär' eine Plage
ohne die drei tollen Tage.
Drum laßt die Sau raus, glaubt es mir,
denn das ist gut für Mensch und Tier.
Doch werdet dabei nie zum Schwein
in Satows Karneval-Verein.«

Anschließend warteten Mitwirkende des Nachwuchskarnevals mit dem Funkentanz und einem plattdeutschen Snack auf. Ein beredtes Zeichen dafür, daß die Zukunft des Satower Karnevals als gesichert gilt. Danach gab's 2 Fässer Freibier, das vielen der schaulustigen Gäste im Foyer des Amtsgebäudes mundete.
FreibierDer Elferrat unternahm dann noch eine Rundfahrt durch Satow mit Zwischenstation im Hotel WEIDE. Nicht schlecht staunte man sicherlich in der Lagerhalle der Getränkefachhandelsgesellschaft QUANDT-SCHÖN, als plötzlich und unerwartet statt der sonst dort verkehrenden LKW ein Pferdefuhrwerk die Runden drehte, die Geschäftsleitung, der TÜV, die Berufsgenossenschaft und die Gewerbeaufsicht mögen den Narren verzeihen. Endstation war die Gaststätte »Seeblick«, in die der Bürgermeister den Elferrat nach alter Tradition zum Essen eingeladen hatte. Leider konnten der Präsident und der 1. Vizepräsident die harten Strapazen dieses Saisonauftaktes nicht ganz überstehen, so daß sie erst am Abend wiedergesehen wurden.
Um 19.30 Uhr hatte der Elferrat dann seine Sponsoren zu einem »Karnevalistischen Feierabend« eingeladen. Ihnen wurde der Dank für die großzügige Unterstützung des Vereins ausgesprochen, ohne die eine Kulturveranstaltung wie der Satower Karneval nicht mehr durchzuführen ist.
Alles in allem ein gelungener Saisonauftakt, der am 16.11. mit einem zünftigen »Karnevalistischen Erntefest« seine Fortsetzung fand, bei dem die neu gegründete »Bläsergruppe Ralf Schreckenbach« und der Männerchor des SKV mit musikalischen Leckerbissen vergangener Sessionen aufwarteten. In der vereinsinternen Veranstaltung um 20 Uhr 11 erfolgte die Vorstellung des Prinzenpaares, nachdem die Funkengarde und die Satower Dorfmusikanten die Narrenschar karnevalistisch eingestimmt hatten.
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Nr. 04 - 1997
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SKV fordert: Schulfrei in Satow am 11.11., 11 Uhr 11
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